Besonderheiten und Empfehlungen

 

Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds sind eine Anlageform, die im Gegensatz zum direkten Immobilieneigentum jederzeit kurzfristig liquidiert werden kann. Bereits mit geringen Beträgen kann über solche Fonds Miteigentum an Gewerbeimmobilien erworben werden. Die meisten Fondsmanager legen das Fondsvermögen im langjährigen Durchschnitt nur zu etwa zwei Dritteln in Immobilien an. Die verbleibenden Mittel sind in Barreserven (festverzinsliche Wertpapiere, liquide Mittel) investiert, um Investitionen in Immobilien vornehmen zu können und die Rücknahme der Fondsanteile zu gewährleisten.

Aufgrund der nur zu relativ niedrigen Zinsen angelegten Liquidität der Fonds sowie der angespannten Lage an vielen Immobilienmärkten lagen die Ergebnisse der Offenen Immobilienfonds in den letzten Jahren zumeist unter ihren langfristigen Durchschnitten.

Hinzu kommen gesetzliche Neuerungen, aufgrund derer Offene Immobilienfonds heute nicht mehr – wie früher – täglich verfügbar sind.

Offene Immobilienfonds sind bereits seit einigen Jahren keine aktive Empfehlung des F&V Fondscenters. Wer dennoch in diese Fonds investieren möchte – zum Beispiel auch, weil kein eigenes Immobilieneigentum vorhanden ist – sollte davon Ausgehen, dass diese Fonds (wie auch Aktienfonds) eine langfristige Anlage sind.

Wichtige Informationen per Newsletter

Die meisten Anlagen in Investmentfonds sind als langfristige Anlage gedacht. Wenn sich doch einmal etwas signikant ändert, dann finden Sie diese Informationen in unserem Fonds-Newsletter.

 

Gemischte Fonds

Gemischte Fonds können gemäß ihren Anlagebestimmungen sowohl in Aktien als auch in Renten sowie in einigen Fällen auch in Immobilien und Rohstoffen anlegen. Das ist vor allem für Anleger mit dem Wunsch nach hoher Bequemlichkeit interessant. Ein weiterer Vorzug gemischter Fonds besteht darin, dass der Fondsmanager jederzeit die Chancen der unterschiedlichen Märkte nutzen kann. Es sind ihm keine Fesseln angelegt, wie das z.B. bei einem Rentenfonds der Fall ist, der laut seiner Satzung nicht in Aktien anlegen darf, auch wenn die Chancen an den Aktienbörsen kurzfristig besonders hoch sind.

 

Riester-Rente

Im Prinzip wird auch bei der von uns vermittelten „Riester“-Rente so ähnlich verfahren wie bei dem gemischten Laufzeitfonds. Die hohe staatliche Förderung der Riesterrente sorgt dafür, dass die Rendite der Riester-Rente auch von reinen Aktienfonds kaum zu schlagen ist. (Auch) deshalb sollte ein „Riester“-Sparvertrag für alle Anleger, die förderberechtigt sind, der erste Schritt beim Vermögensaufbau sein. Wir halten ausführlichere Informationen für Sie bereit.

Dachfonds

Dachfonds investieren in Anteile anderer Fonds. Im Grunde sind sie aber keine wirklich neue Anlageform, sondern nur eine Abwandlung herkömmlicher Fonds: Es macht keinen großen Unterschied, ob in die internationalen Aktienmärkte mittels mehrerer weltweit anlegender Aktienfonds investiert wird, oder ob statt dessen Anteile eines Dachfonds erworben werden, der seinerseits in Aktienfonds investiert.

Dachfonds weisen gegenüber „normalen“ Fonds fast immer deutlich höhere Kosten auf. Deshalb sind Dachfonds nur dann eine Empfehlung wert, wenn deren Management außergewöhnliche Qualitäten bewiesen hat. Durch die Einführung der Abgeltungssteuer sind Dachfonds aber für die langfristige Geldanlage wieder interessanter geworden. Für weitere Details sprechen Sie uns bitte an.

Reine Aktien-Dachfonds, wie auch reine Renten-Dachfonds haben unserer Meinung nach keinen besonderen Vorteil. Die gemischten Dachfonds eignen sich unserer Meinung nach von den drei Möglichkeiten im Dachfondsbereich am ehesten für die langfristige Anlage. Mehr zu Dachfonds können Sie im Newsletter Ausgabe 04-2007 nachlesen >>>

Hedgefonds

Hedgefonds haben die größte Freiheit bei der Nutzung der verschiedenen Anlageinstrumente. Sie können in alle Arten von Wertpapieren investieren und dabei sowohl auf steigende als auch sinkende Kurse setzen und daran verdienen. In der Theorie können Hedgefonds daher als Beimischung zu einem Depot dessen Risiko senken, ohne die Ertragschancen einzuschränken. In der Praxis zeigt sich aber, dass es auch mit Hedgefonds Verlustphasen gibt – mitunter ist auch ein Totalverlust möglich. Die Anbieter solcher Fonds sind in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet, auf diesen Sachverhalt besonders hinzuweisen. In Deutschland dürfen nur registrierte Dach-Hedgefonds öffentlich vertrieben werden. Wir haben unseren Kunden bisher aus vielfältigen Gründen aktiv noch keine Dach-Hedgefonds empfohlen. Wenn Sie dort investieren wollen, dann sprechen Sie uns bitte an, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Die Riester-Rente wird interessanter - auch ohne Förderanspruch

Durch die Einführung der Abgeltungssteuer wurde der Abschluss einer Riester- Rente auch für Anleger interessant, die gar keinen Riester-Förderanspruch haben. Auch “Überzahlungen”, also Anlagen über die geförderten Beträge hinaus, werden durch die Abgeltungssteuer überlegenswert. Der Grund dafür: Ungeförderte Beiträge in Riesterverträgen werden wie Lebensversicherungen versteuert, d.h. bei einer Mindestlaufzeit von 12 Jahren und Fälligkeit nicht vor dem 62. Lebensjahr muss nur der halbe Gewinn mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden.